Billtalpost Ferbruar 2010 / Rundbrief

Liebe Mitglieder,

„man könnte verzweifeln angesichts dieser gesellschaftlichen Entwicklungen, angesichts der sozialen Kälte in Deutschland, angesichts der Kriege in der Welt und der aktiven Beteiligung deutscher Soldaten, angesichts des zum wiederholten Male verantwortungslosen Handelns der großen Staaten dieser Welt auf dem Klimagipfel in Kopenhagen zu Lasten der Ärmsten der Ärmsten der Armen, aber letztlich auch zu Lasten ihrer eigenen Länder. Aber Resignieren ist nicht die Sache der NaturFreunde“ schreibt der Landesvorsitzende, Jürgen Lamprecht, unter Anderem und neben den besten Wünschen für das neue Jahr in seinem Rundbrief vom Dezember 2009 zu den Problemen der Weltpolitik. Nicht resignieren wollen die NaturFreunde Hessens aber auch nicht bei der Bewältigung der eigenen Probleme, die im Wesentlichen mit dem Mitgliederschwund und damit der Finanznot in den Ortsgruppen und dem Erhalt des Bestandes der NaturFreunde-Häuser zusammen hängen. So sind die Häuser der Ortsgruppe Alsfeld, Bad Homburg und das Lahntalhaus an den Landesverband zurückgegeben worden, weil die Ortsgruppen die Kosten nicht mehr stemmen konnten. Das Lahntalhaus will der Landesverband nun in eigener Regie behalten und gibt ihm, auf Grund der schönen Lage unmittelbar am Fluss, eine gute Chance weiter zu bestehen wenn es grundlegend saniert wird. Das bringt natürlich reichlich Kosten mit sich, die zusätzliches Engagement brauchen, wozu hier aufgerufen wird. Aus unseren Reihen setzt sich Robert Vogel schon seit Längerem bei der Instandhaltung des Hauses ein und bei seinen Kanutouren haben wir dort schon des öfteren komfortabel übernachtet. Wer sich also einbringen möchte, wende sich wegen näheren Angaben am besten an Robert oder schaut mal in den Schaukasten. Wir Billtaler haben nun keinen signifikanten Mitgliederschwund zu beklagen, da unsere Freizeitangebote, insbesondere die Wohnwagenstellplätze, nach wie vor auf reges Interesse stoßen, aber Zug um Zug treten Alterserscheinungen am Billtalhaus und den Versorgungsleitungen auf. So ist trotz Klimaerwärmung die Wasserleitung in der Außenwand des Hauses eingefroren und die Zuleitung vom Wasserwerk im Bereich „Speckwiese“ porös geworden und gebrochen. Die Leitung ist ca. 1,5 Kilometer lang und erst bist zur Hälfte schon mal erneuert worden, also steht zu befürchten, dass sich dieses Ereignis wiederholt. Der Schaden wurde im Auftrag der Wasserwerke Königstein behoben und kostet uns etwa 4.500 Euro. Dennoch sind wir der Meinung, dass aperiodische anfallende Reparaturen vorerst noch billiger sind als Erneuerung. Eine Versicherung wird erwogen, aber wir rechnen wegen der Alters der Leitungen nicht mit annehmbaren Angeboten. Die Leitung im Haus konnte Lothar wieder auftauen und teilweise mit einer Rohrbegleitheizung versehen, die Materialkosten beliefen sich nur auf ca. 200 Euro, und anders als beim Rohrbruch Kostete die Arbeitszeit nur Idealismus. Im Frontgiebel-Bereich kommt man aber nicht an die Rohre heran, so dass wir eine Außenisolierung des gesamten Giebels als nächstes Projekt in Angriff nehmen wollen. Dadurch sparen wir natürlich Heizkosten ein, was unserem Anspruch an ökologischen Umgang mit Energie gerecht wird. An der Nordseite wird ja schon an der Isolierung gearbeitet den Rest werden wir prüfen. Ob dann verputzt oder verschalt wird, werden wir noch überlegen. Zu den Kosten gibt es noch keine belastbare Kalkulation aber ich gehe von etwa 2500 – 3000 Euro (plus Idealismus) aus. Den allgemein ansteigenden Kosten haben wir ja mit schon mit einer Erhöhung der Stellplatz- und Zimmermieten Rechnung getragen, aber es steigen die von Reinigung und vom Strom- und Wasserverbrauch abhängigen variablen Kosten überproportional durch vermehrte Dauernutzung von Zimmern oder Wohnwagen und damit der sanitären Einrichtungen. Dies verstößt nicht gegen die Satzung, ist aber im Konzept, welches der Preisgestaltung zugrunde lag, nicht vorgesehen. Bei reiner Freizeitnutzung gehen wir von einer maximalen Belegungsdauer von bis zu 6 Wochen im Urlaub und 2 Wochen an zusätzlichen Tagen aus, also von 2 Monaten. Diese 2 Monate sind mit der Pauschale von 40 Euro abgegolten. Wer nun länger als 2 Monate ein Zimmer oder Wohnwagenplatz bewohnt, zahlt für jeden weiteren Monat 20 Euro. Damit herrscht Kostentransparenz und keiner kann bezichtigt werden, den Sanitär-Bereich zu viel zu beanspruchen.
Das Neujahrstreffen des Vorstands nebst Angehörigen fand am Samstag den 23.01. mal wieder in der Vereinsgaststätte bei einem hervorragenden Abendessen statt. Unsere Wirtin Sabine reichte als Vorspeise: Taunus-Wildschwein-Pastete im Teigmantel, zum Hauptgang: Taunus-Wildschwein-Rücken mit Rotkraut und Knödel, als Dessert: Apfelkompott in Pallatschinken an Vanilleeis mit Likör. „Belle Cuisine“ im Wald bei bei den NaturFreunden!
Weil das Haus trotz der völlig vereisten Zufahrt gut besucht war, mussten wir etwas zusammen rücken. Der Atmosphäre hat das nicht geschadet. Ansonsten macht sich das Glatteis natürlich am Umsatz bemerkbar weil es viele Gäste abschreckt. Aber das Eis wird schmelzen und die neue Saison allen wieder einiges bieten.
So ergingen an uns u.a. Einladungen zur:
9.Landes Kinder- und Jugendkonferenz (Delegiertenmeldung)
32. Landeskonferenz der NaturFreunde Hessen (die Wahl der Delegierten erfolgt auf der Mitgliederversammlung der Ortsgruppen).
Die Einladung zu unserer Mitgliederversammlung am 20.03.2010 erhaltet Ihr im Anhang.
Bis dahin herzliche Grüße und „Berg frei“

Euer Manfred