Billtalpost/ Februar 2008 / Rundbrief

Liebe Mitglieder,
kaum sind die Weihnachtsfeiertage und das Neujahrsfest begangen, werden in den Supermärkten die Nikoläuse, Spekulatius, Butterstollen und Feuerwerksraketen auch schon wieder gegen Osterhasen, Eierfarben, Blätterkrokant und Faschingsartikel ausgetauscht, und das neue Jahr wird wieder zum laufenden Jahr mit dem üblichen Ereignis- und Sorgenpegel. Auch die Naturfreunde leben nicht auf der Insel der Glückseligen, sondern sind eingebettet in die quirlig sich verändernde moderne Gesellschaft. So macht sich der Landesverbband zunehmend Sorgen, weil vermehrt Ortsgruppen wegen Mitgliedermangel aufgeben müssen. Satzungsgemäß „erbt“ der Landesverband deren Hinterlassenschaften, fallweise auch Naturfreunde-Häuser. So fiel zum Beispiel auch das idyllisch an der Lahn gelegene „Lahntalhaus“, in dem wir letztes Jahr bei der Kanutour übernachtet hatten, an den Landesverband zurück. Der muss jetzt sehen was damit werden soll. Schon länger lässt sich ein Trend weg vom Gruppen- und Vereinsgedanken, hin zu Individualismus durch Nutzung kommerzieller Freizeitangebote beobachten. Man geht zum Beispiel nicht mehr in den Breitensportverein, sondern ins ambitionierte professionelle Fitnessstudio mit Sauna- und Solarium- Bereich. Der Stammtisch weicht der After-Work-Party.
Wandern und Radtouren werden zu Trekking, Hiking und Biking. Schritthalten ist angesagt, aber wie? Es wird nicht reichen, wenn wir aus unserem „Anzelten“ ein Kick-Off-Meeting und aus dem „sanften Tourismus“ einen „gentle Trekking Club“ machen. Wir Höchster sind in einer glücklichen Lage, weil wir mit der Billtalhöhe einen Selbstläufer haben, man kommt noch auf uns zu, ohne dass wir um neue Mitglieder werben müssen. Auslöser dafür ist aber immer der attraktive Platz und das Haus und nicht unsere Ziele und Aktivitäten. Aber insbesondere letztere sind es die uns den Status der Gemeinnützigkeit erhalten. Das der uns nicht in den Schoß fällt, haben wir gerade erfahren, als unser Steuerberater die gesetzlichen Möglichkeiten ausgeschöpft hat um uns Vorsteuerabzugsfähig zu machen, was uns zum einen bei der Neueinrichtung der Küche des Billtalhauses eine ordentliche Summe an Rückzahlung gebracht hat, zum anderen aber den Fiskus veranlasst hat, unseren Status unter die Lupe zu nehmen. So haben Monika und Lothar sich zusammengesetzt und in einem Brief an das Finanzamt unsere Gemeinnützigkeit begründet. Wir denken, dass der Brief durchaus von allgemeinem Interesse ist und geben euch den Inhalt nachfolgend bekannt.
Ihr seht also, wir müssen aktiv sein, mit der Zeit gehen und Ziele definieren; das nächstliegende Ziel für Euch alle ist unsere Mitgliederversammlung am 15. Februar 2008. Die Einladung dazu findet Ihr im Anhang. Wir bitten um zahlreiches Erscheinen! Für Getränke ist gesorgt.
Herzliche Grüße und „Berg frei“
Euer Manfred