Billtalpost / Aug.-Sept. 2008/ Rundbrief

Liebe Mitglieder,


es liegt nun schon etwas zurück und das Zwischenergebnis ist sicher in Augenschein genommen und von überwiegend männlichen Mitgliedern schon getestet worden. Es geht um das Arbeitsprojekt 2008 schlechthin, die Sanierung der Herrentoilette nebst Dusche und Fäkalausguss. Leider hat der unvermittelte Einbruch des Sommers mit seinen Urlaubsterminen, Festivitäten und Ferienprogrammen den anfänglichen Tatendrang ausgebremst, sonst wäre das Projekt sicher schon zum Abschluss gebracht und auch die letzte Schmuddelecke beseitigt worden. Dennoch ist es beeindruckend was binnen der letzten Woche im Mai geschafft worden ist. Als der planmäßige Startschuss am Freitag den 23.05. um 13 Uhr fiel, war alles schon in vollem Gange. Im Kommraum standen prall gefüllte Werkzeugkästen wie man sie nur bei Profis findet, die schon in allen Sparten zu Hause sind, Elektro-Bohrmeißel und -Schrauber, Wasserwaagen aller Größen , Kellen für alle Anwendungsgebiete, kleine und große Flexen, spezial Fuchsschwänze für Holz und Gipskartonplatten, Vorschlaghämmer und, und, und ... Berge von Material waren schon angefahren worden und lagerten palettenweise und teils eingeschweißt auf dem Parkplatz, bereit von unerschrockenen Transportlogistikern mit Schubkarren oder manuell zum Einsatzort oder regensicher unter Dach gebracht zu werden. Die Bauleitung hatte schon im Vorfeld so perfekt geplant und bestellt, dass alles rechtzeitig und in ausreichender Menge vor Ort war und unverzüglich zur Tat geschritten werden konnte. Ohne Erfahrung mit solchen Baumassnahmen wäre das alles sicher dennoch im Chaos versunken, aber so wuselten alle, irgendetwas Sinnvolles und Zielgerichtetes tuend, durcheinander. Die alten Sanitäranlagen wurden demontiert, alte Stellwände mit dem Vorschlaghammer herausgebrochen, Kacheln abgemeißelt, die Decke abgerissen, Elektroleitungen gekappt, Wasserrohre entfernt, Abflüsse zugestopft und neue Türöffnungen mit Bohrmeißeln ausgebrochen. Das Ganze machte einen Höllenlärm und war das absolute „Workout“. Brachialgewalt und Urlaute pur! Der Abraum füllte zwei große Mulden. Dennoch war zeitweilig zu beobachten, dass der Dreisatz : „ein Arbeiter braucht für die Sanierung einer Toilette vierzig Tage, wie viel Tage brauchen zehn Arbeiter?“ so in der Realität nicht funktioniert. Vielmehr bestimmen das im Wege stehen, das nach Werkzeug suchen und das O.K. einholen, die Effektivität der Gruppe. Ohne einen, der sozusagen im Sinne des Wortes, das Ganze von oben betrachtet und anleitet, korrigiert, ermutigt und koordiniert geht es einfach nicht. Zum Glück haben wir so einen, auch wenn er dabei die „gesetzlichen Bestimmungen für tägliche Arbeitszeiten“ gerne mal aus den Augen verliert und das einbringen von Estrich durchaus schon mal in die Abendstunden eines langen und heißen Tages verlegt. Auch haben die Installateure alle Klischees zur Termintreue von Handwerkern Lügen gestraft, in dem sie alles pünktlich zur verabredeten Zeit erledigten und einbauten. Ganz entscheidenden Einfluss auf das Gelingen eines solchen Projektes haben auch die „Guten Seelen“ des Unternehmens, die für das Leibliche Wohlbefinden sorgen, „Arbeitsessen“ organisieren, Schultern klopfen, Werkzeuge suchen helfen, Verständnis haben und vor Allem ständig und unverdrossen an der schier nicht zu bewältigenden Aufgabe arbeiten Ordnung zu schaffen, Staub, Schmutz und Schutt aufzukehren und zu schrubben. Auch wenn man es sich am Strand liegend und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassend nicht gut vorstellen kann, hat die Gemeinsamkeit des fröhlichen Schaffens auch einen enormen Spaßfaktor gehabt und irgendwann, wenn man lobende Worte über die schönen Sanitäranlagen auf der Billtalhöhe hört, kann man sagen, da war ich dabei und habe dies und das gemacht. Wer da noch mit auf die „Messingtafel“ der Erbauer möchte hat dazu aber noch genug Gelegenheiten, denn trotz aller Überstunden des „harten Kerns“ der Projektwochenteilnehmer, konnte nur das Sekundärziel erreicht werden, nämlich dass die Herrentoilette am Sommerfest benutzbar sein würde. Dort fehlt aber noch die Decke und die elektrischen Anlagen. Die Dusche und der Fäkalausguss sind noch im Rohbauzustand und harren der Dinge die kommen.
Also es gibt noch viel zu tun ....
herzliche Grüße und „Berg frei“
Euer Manfred