Billtalpost 2 August 2009 / Rundbrief

Liebe Mitglieder,

es stehen nun im Sommer einige Termine an, die wir gerne noch mal in den Blickpunkt gerückt haben wollen, damit sie Eurer Aufmerksamkeit nicht entgehen.
An Sternschnuppenabend, Paddeltour und Sommerfest sollte, wer irgend kann, teilnehmen und die Gelegenheit zum Kennen lernen und Gespräch nutzen.
Inzwischen kann man ja auch wieder auf die Billtalhöhe kommen ohne sich die Achsen oder Haxen bei der Zufahrt zu brechen. Der Weg wurde im Juli noch mal überarbeitet und ist jetzt tadellos befahr- und begehbar. Etwas Kies hat man uns obendrein geschenkt und auf dem Parkplatz hinterlassen. Lothar hat selbigen letzthin abends nach der Vorstandssitzung(!) mit dem Traktor auseinander gezogen. Ein zufällig anwesender kleiner Junge (Zeltgäste) durfte dabei mitfahren. Nach „Omnibusfahrer, Lokführer oder Pilot“ zieht er nun bestimmt auch noch Baggerfahrer als zukünftigen Beruf in Betracht. Für die, die sich damit beschäftigt haben: Der Traktor läuft also wieder, nachdem der Anlasser repariert und eine neue Batterie eingebaut wurde. Die Kosten dafür lagen bei etwa 350 Euro. Leider lässt er sich nicht gut zum Rasenmähen nehmen, weil die landwirtschaftlichen Anbaugeräte wie Mähbalken oder Tellermäher eher für hoch gewachsenes Mähgut geeignet sind, man das Schnittgut gesondert zusammenrechen und aufnehmen müsste. Wenn jemand dafür eine Lösung kennt, könnte er sich ja mal äußern. Ansonsten geht es erst mal so wie bisher weiter und wir denken über Lösungen wie Anschaffung eines Mähtreckers mit Schnittgut-Fangvorrichtung oder Fremdvergabe nach. Zuviel dürfen wir ohnehin nicht mähen, weil wir ja in einem Naturschutzgebiet liegen.
Apropos Naturschutzgebiet, ein Wasserschutzgebiet aus dem die Stadt Königstein unter anderem ihr Trinkwasser bezieht grenzt südwestlich unmittelbar an. Ein städtischer Brunnen liegt unterhalb der Billtalhöhe im Billtal. Dieser Brunnen wies kürzlich über einen längeren Zeitraum eine Verschmutzung durch Kolibakterien auf. Diese wiederum entstehen ausschließlich durch Fäkalien von Mensch oder Tier, sowie deren Verwesung. Da wir nun unmittelbar über der Fass-stelle liegen und der anstehende Schiefer das Wasser fast ungefiltert den Berg hinablaufen lässt, lag natürlich der Verdacht nahe, dass die Verschmutzung durch uns verursacht wurde.
Andere Möglichkeiten wurden nicht außer Acht gelassen, aber man hat unseren Kanal mit einer Kamera nach Leckagen untersucht und hat mit Lothar zusammen fast drei Stunden lang unseren Platz nach möglichen Verursachern abgesucht. Es wurde, Gott sei Dank, nichts gefunden. Bis-her bleibt nur die Vermutung, dass der Verursacher eine alte Brunnenbohrung von 1926 mit einer Tiefe von 60 Metern und einem Durchmesser von ca. einem halben Meter sein könnte, die süd-westlich außerhalb unseres Geländes im Wald liegt und in der Vergangenheit unverschlossen war. Von wem und für was letztlich diese Bohrung damals gemacht wurde ist nicht mehr zu eru-ieren. Möglicherweise ist ein Tier dort hineingefallen und verendet. Die Verseuchung des Brun-nens hat so geheimnisvoll wie sie begonnen hat wieder aufgehört, so dass die Ursache im Unklaren beleibt und kein Verdacht wirklich ausgeräumt ist. So blickt man sicher auch weiter kritisch zu uns hoch.
Wir sind uns natürlich sicher, dass uns keinerlei Schuld trifft, aber dennoch bitten wir Euch dringend darauf zu achten, dass nicht der geringste Verdacht aufkommen kann, dass wir das Erdreich verunreinigen, sei es durch Wegkippen von Schmutzwasser oder Ablagern belasteter Materialien. Es ist ja bekannt: Müll muss mit nach Hause genommen werden und Abwasser und Fäkalien kommen selbstverständlich in den Fäkalausguss. Auch das Befahren des Platzes mit dem KFZ bedeutet eine Belastung, die nur zum Abstellen oder Abziehen des Wohnwagens sowie für An- und Abfahrt schwerer Lasten hingenommen werden kann.
Wenn wir uns also alle „naturfreundlich“ verhalten, gibt es keine Probleme und wir können be-ruhigt unsere genehmigten vierzig Wohnwagen aufstellen. Derzeit sind es erst sechsunddreißig, aber wir haben erfreulich viele Anfragen von Interessenten und unserem Etat täten vier bezahlte Plätze mehr sehr gut. Wir müssen nur sehen wo wir sie unterbringen.
Ansonsten hoffe ich, wir sehen uns auf unseren Veranstaltungen!
Bis dahin herzliche Grüße und „Berg frei“
Euer Manfred